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Baufortschritt mit Drohnen: Drei KPI, die Projekte wirklich steuerbar machen

Fortschritt je Abschnitt, Soll-Ist-Abweichung und Risikodichte: so steuern Sie Bauprojekte mit wiederkehrenden Drohnenflügen statt mit Nachlaufberichten.

Baufortschritt mit Drohnen: Drei KPI, die Projekte wirklich steuerbar machen

Viele Baustellen sammeln Daten — Orthofotos, Punktwolken, Fotos vom Boden. Wenige steuern damit. Der Unterschied liegt nicht in der Drohne allein, sondern in den Kennzahlen, die Bauleitung und Projektsteuerung jede Woche lesen können.

Dieser Beitrag zeigt drei KPI, die sich in der Praxis bewährt haben — und welche Datenpipeline dahinterstehen muss.

Warum Prozent-Gesamtfortschritt oft täuscht

Ein einzelnes „72 % fertig“ sagt wenig, wenn:

  • Abschnitte unterschiedlich kritisch sind,
  • Nachunternehmer asynchron arbeiten,
  • Risiken in einem schmalen Korridor liegen.

Sie brauchen Abschnittsbezug und einen Rhythmus (z. B. wöchentlich), sonst bleibt die Befliegung eine schöne Dokumentation ohne Steuerungswirkung.

KPI 1 — Fortschrittsgrad je Abschnitt

Frage: Wie weit ist Abschnitt A / B / C — nicht nur das Gesamtprojekt?

So messen Sie es

  • Definieren Sie Abschnitte entlang Trasse, Gebäude oder Gewerk.
  • Erfassen Sie wiederkehrend denselben Korridor (gleiche Flughöhe, ähnliche GSD).
  • Leiten Sie Fortschritt aus Vergleichen ab (Fläche, Volumen, sichtbarer Bauzustand) — nicht aus Bauchgefühl.

Nutzen: Bauleitung priorisiert Crews und Material dort, wo der Abschnitt wirklich hinkt.

KPI 2 — Soll-Ist-Abweichung (Frühwarnung)

Frage: Wo weicht der Ist-Zustand vom Plan oder von der letzten Epoche ab — früh genug zum Gegensteuern?

So messen Sie es

  • Referenz: Planlage, Trasse oder Epoche t0
  • Delta: Lage, Höhe, Volumen (Cut/Fill), offene Flächen
  • Schwellen: z. B. „gelb“ ab X cm / Y m³, „rot“ darüber

Nutzen: Kleine Abweichungen korrigieren ist günstiger als große Nachträge. Drohnendaten machen Abweichung sichtbar und teilbar — für Auftraggeber und AN gleichermaßen.

KPI 3 — Risikodichte im Abschnitt

Frage: Wo häufen sich Unsicherheiten (Zugang, Nachunternehmer, Wetterfenster, angrenzende Infrastruktur)?

So messen Sie es

  • Markieren Sie Annotationen und offene Punkte je Abschnitt.
  • Zählen Sie Wiederholungen derselben Risikoart über Epochen.
  • Kombinieren Sie mit Fortschritt: hoher Rückstand + hohe Risikodichte = Eskalation.

Nutzen: Ressourcen gehen dorthin, wo Verzug und Risiko zusammenkommen — nicht nur dorthin, wo am lautesten gemahnt wird.

Die Pipeline hinter den KPI

Ohne saubere Kette bleiben Kennzahlen Kosmetik:

  1. Capture — wiederkehrende Befliegung, dokumentierte Parameter
  2. Process — Ortho / Punktwolke / Ableitungen in einem System
  3. Compare — Epoche vs. Epoche oder Soll vs. Ist
  4. Escalate — klare Rollen: wer liest KPI, wer entscheidet, wer schließt Punkte

GDDC verbindet dafür Flugbetrieb, Auswertung und — wo sinnvoll — Plattformzugänge (u. a. Geospatial / RailSight-Logik für Trassen und Bauabschnitte).

Praxisrhythmus (Empfehlung)

RhythmusInhalt
WöchentlichKurzflug kritische Abschnitte + KPI-Update
MonatlichVollkorridor / größere Volumenbilanz
Bei MeilensteinSoll-Ist-Report für Bauherr / AG

Wetter und Genehmigungslage gehören in denselben Plan — sonst bricht der Rhythmus bei der ersten Schlechtwetterwoche.

Nächster Schritt

Wenn Sie bereits fliegen, aber ohne Steuerungswirkung: starten Sie mit zwei Abschnitten und den drei KPI oben. Erst wenn der Wochenrhythmus sitzt, skalieren Sie.

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